Spaced Repetition & Karteikarten: Die effektivste Lernmethode nach der Wissenschaft

Wie du mit verteiltem Lernen 50 % mehr behältst – und wie Athenify dich dabei unterstützt

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Lukas von Hohnhorst
4. Januar 2026 · 13 Min. Lesezeit
TL;DR
Spaced Repetition nutzt die Vergessenskurve – wiederhole kurz bevor du vergisst, um das Wissen langfristig zu verankern. Das Leitner-System mit 5 Boxen ist die einfachste Umsetzung: Box 1 täglich, Box 5 monatlich. Optimale Intervalle: 1, 3, 7, 14, 30 Tage. Kombiniere Karteikarten mit Pomodoro-Sessions und tracke deine Lernzeit für maximale Effizienz.

Du hast stundenlang gelernt. In der Prüfung letzte Woche konntest du alles. Aber heute, drei Wochen später? Weg. Als hättest du nie etwas gewusst.

Das ist die Vergessenskurve in Aktion – und sie ist gnadenlos. Ohne Wiederholung vergessen wir 80 % des Gelernten innerhalb eines Monats. Die gute Nachricht: Es gibt eine Methode, die diese Kurve austrickst.

3D-Karteikarten in verschiedenen Farben für Spaced Repetition und Leitner-System

Spaced Repetition ist keine Lernmethode unter vielen. Sie ist die wissenschaftlich am besten belegte Technik für langfristiges Behalten.
50 %
mehr Retention durch Spaced Repetition im Vergleich zu geballtem Lernen

Was ist Spaced Repetition?

SRS

Das klingt simpel, ist aber revolutionär. Traditionelles Lernen folgt dem Prinzip „viel auf einmal, dann vergessen". Spaced Repetition dreht das um: wenig auf einmal, dafür genau zum richtigen Zeitpunkt. Das Ergebnis ist nicht nur besseres Behalten, sondern auch dramatisch weniger Zeitaufwand.

ℹ️Das Prinzip
Wiederhole, bevor du vergisst. Jede erfolgreiche Wiederholung verlängert das Intervall bis zur nächsten. So wandert Wissen vom Kurz- ins Langzeitgedächtnis – mit minimalem Aufwand.

Die Geschichte: Von Ebbinghaus bis Anki

Die wissenschaftliche Grundlage von Spaced Repetition reicht über 130 Jahre zurück. 1885 führte der deutsche Psychologe Hermann Ebbinghaus die ersten systematischen Gedächtnisexperimente durch. Seine Methode war so einfach wie genial: Er lernte sinnlose Silben – Kombinationen wie „DAX", „BUP" oder „ZOL" – und testete sein Gedächtnis nach verschiedenen Zeitabständen.

Seine Entdeckungen haben bis heute Bestand:

  • Vergessenskurve – Ohne Wiederholung vergessen wir exponentiell schnell; nach einem Tag ist ein Großteil weg
  • Spacing-Effekt – Verteilte Wiederholungen sind effektiver als geballtes Lernen, selbst bei gleicher Gesamtzeit
  • Ersparnis beim Wieder-Lernen – Vergessenes Wissen lässt sich schneller reaktivieren als völlig neues – ein Hinweis, dass etwas im Gedächtnis zurückbleibt

Die Wissenschaft: Warum Spaced Repetition funktioniert

1. Die Vergessenskurve überlisten

Ohne Wiederholung sieht dein Gedächtnisverlauf so aus:

Zeit nach dem LernenNoch erinnert
20 Minuten~60 %
1 Tag~35 %
1 Woche~20 %
1 Monat~15 %

Jede Wiederholung „resettet" die Kurve – aber mit einem flacheren Verlauf. Nach 4–5 Wiederholungen bleibt das Wissen dauerhaft.

80 %
vergessen wir ohne Wiederholung innerhalb eines Monats

2. Der Testing Effect

Hier lauert eine der größten Illusionen beim Lernen: Du liest einen Text, nickst zustimmend und denkst „Das hab ich verstanden." Doch wenn dich jemand fragt, was du gerade gelesen hast, stockst du. Das Wiedererkennen hat dich getäuscht – aktives Abrufen kannst du nicht.

Der „Testing Effect" ist einer der robustesten Befunde der Lernpsychologie. Sich selbst zu testen ist nicht nur eine Prüfungsvorbereitung – es ist selbst ein Lernakt, und zwar ein besonders effektiver. Bei passivem Lesen erkennst du Informationen wieder, kannst sie aber oft nicht reproduzieren. Bei aktivem Abrufen hingegen stärkst du genau die neuronalen Pfade, die das Wissen später verfügbar machen. Karteikarten sind das perfekte Werkzeug dafür: Sie zwingen dich zur aktiven Erinnerung, bevor du die Antwort siehst.

3. Der Spacing Effect

Die vielleicht wichtigste Studie zum Thema Lernstrategien stammt von Dunlosky et al. (2013). Die Forscher analysierten 10 populäre Lernstrategien und bewerteten sie nach wissenschaftlicher Evidenz. Das Ergebnis war ernüchternd für die meisten Studierenden: Markieren, Zusammenfassen und Wieder-Lesen – die beliebtesten Methoden – erwiesen sich als weitgehend nutzlos.

Die beiden Gewinner? Verteiltes Üben (Spacing) und Selbsttest (Retrieval Practice). Genau die beiden Prinzipien, die Spaced Repetition kombiniert – und die auch die Grundlage für effektives Zeitmanagement im Studium bilden.

3 × 20 Minuten über 3 Tage schlägt 1 × 60 Minuten an einem Tag – jedes Mal.

Das Leitner-System: Spaced Repetition für Anfänger

Das Leitner-System ist die einfachste Umsetzung von Spaced Repetition. Du brauchst nur: Karteikarten und 5 Boxen (oder 5 Stapel).

So funktioniert es

BoxWiederholungs-IntervallBeschreibung
Box 1Jeden TagNeue Karten + Karten, die du falsch beantwortet hast
Box 2Alle 2 TageKarten, die du 1× richtig beantwortet hast
Box 3Alle 4 TageKarten, die du 2× richtig beantwortet hast
Box 4Alle 8 TageKarten, die du 3× richtig beantwortet hast
Box 5Alle 14–30 TageKarten, die du gut beherrschst
💡Die Regeln
Richtig beantwortet: Karte wandert eine Box weiter (z. B. Box 2 → Box 3)
Falsch beantwortet: Karte geht zurück nach Box 1
Neue Karten: Starten immer in Box 1

Beispiel-Workflow

In der Praxis sieht das so aus: Am ersten Tag erstellst du etwa 20 neue Karten und legst sie in Box 1. Du arbeitest Box 1 durch – das ist dein Tagesgeschäft. Am zweiten Tag kommt Box 2 dazu: Du wiederholst zuerst Box 1 (inklusive eventueller neuer Karten), dann Box 2 mit den Karten, die du gestern richtig beantwortet hast.

Am dritten Tag hat Box 2 Pause – sie ist nur alle zwei Tage dran. Du konzentrierst dich auf Box 1. Am vierten Tag wird es interessanter: Box 1, Box 2 und jetzt auch Box 3 sind fällig.

Das System reguliert sich selbst: Schwierige Karten siehst du öfter, leichte seltener. Nach wenigen Wochen hast du einen Rhythmus entwickelt, der fast automatisch läuft.


Optimale Wiederholungsintervalle

Die Forschung zeigt: Es gibt optimale Intervalle, abhängig davon, wie lange du das Wissen behalten willst.

1, 3, 7, 14, 30
Tage – die klassischen Intervalle für langfristiges Behalten

Faustregel für verschiedene Zeiträume

ZielIntervalle
Prüfung in 1 Woche1, 2, 4, 7 Tage
Prüfung in 1 Monat1, 3, 7, 14, 28 Tage
Langzeitwissen1, 3, 7, 21, 60, 180 Tage

Für die konkrete Einbettung in deinen Prüfungsalltag zeigt dir unser Guide zum Lernplan erstellen, wie du Spaced Repetition systematisch in deine Vorbereitung integrierst.

⚠️Häufiger Fehler
Viele wiederholen zu früh. Wenn du eine Karte mühelos beantworten kannst, war das Intervall zu kurz. Ein gewisses „Ringen" beim Erinnern ist gut – es stärkt das Gedächtnis.

Karteikarten richtig erstellen

Nicht alle Karteikarten sind gleich effektiv. Der Unterschied zwischen einer guten und einer schlechten Karte kann bedeuten, dass du eine Information nach 5 Wiederholungen beherrschst – oder nach 50 immer noch kämpfst.

Die 5 Prinzipien effektiver Karteikarten:

  • Eine Frage pro Karte – Nicht mehrere Fakten zusammenpacken
  • Aktive Formulierung – Fragen statt Stichpunkte
  • Cloze Deletions nutzen – Lückentexte für Definitionen
  • Bilder hinzufügen – Der Picture Superiority Effect stärkt das Gedächtnis
  • Selbst erstellen – Der Erstellprozess ist Teil des Lernens

Hier sind die Prinzipien im Detail.

Eine Frage pro Karte

Der häufigste Anfängerfehler: zu viel auf eine Karte packen. Du denkst, du sparst Zeit, aber das Gegenteil passiert. Wenn eine Karte fünf Fakten enthält, weißt du bei einem Fehler nicht, welchen Fakt du vergessen hast – und die ganze Karte wandert zurück nach Box 1.

Schlecht:

Vorderseite: Französische Revolution
Rückseite: 1789, Sturm auf die Bastille, Ludwig XVI., Jakobiner, Napoleon…

Gut:

Vorderseite: Wann begann die Französische Revolution?
Rückseite: 1789
Je kleiner die Einheit, desto präziser die Erinnerung.

Aktive Formulierung

Die Art, wie du fragst, bestimmt, was du lernst. Eine Karte mit „Mitochondrien" auf der Vorderseite testet nur, ob du die Definition erkennst – ein passiver Prozess. Eine Karte mit „Welche Organellen produzieren ATP?" zwingt dich zum aktiven Abruf – und genau das stärkt das Gedächtnis.

Schlecht:

Vorderseite: Mitochondrien
Rückseite: Kraftwerke der Zelle, ATP-Produktion

Gut:

Vorderseite: Welche Organellen produzieren ATP?
Rückseite: Mitochondrien

Cloze Deletions (Lückentexte)

Für Definitionen und Fakten sind Lückentexte besonders effektiv. Statt eine Frage zu formulieren, lässt du einfach das Schlüsselwort aus:

Die [___] sind die Kraftwerke der Zelle.
→ Mitochondrien

Diese Methode ist schneller zu erstellen als Frage-Antwort-Paare und testet den exakten Begriff im Kontext. Anki und andere Apps bieten dafür spezielle Vorlagen.

Bilder und Visualisierungen

Das Gehirn speichert Bilder besser als Text – ein Phänomen, das Psychologen als „Picture Superiority Effect" bezeichnen. Nutze das: Füge Diagramme, Formeln oder selbst gezeichnete Skizzen hinzu. Besonders bei anatomischen Strukturen, chemischen Formeln oder geografischen Zusammenhängen kann ein Bild den Unterschied machen.

Selbst erstellen statt importieren

💡Wichtig
Erstelle deine Karten selbst, statt fertige Decks zu importieren. Der Erstellungsprozess ist selbst ein Lernakt – du musst den Stoff durchdringen, um gute Fragen zu formulieren.

Es ist verlockend, ein fertiges Deck mit 5.000 Karten zu importieren. Aber du überspringst damit einen entscheidenden Lernschritt: Das Formulieren einer guten Frage zwingt dich, das Material wirklich zu verstehen. Du merkst sofort, wo dein Verständnis lückenhaft ist. Diese Investition am Anfang zahlt sich bei jeder späteren Wiederholung aus.


Digital vs. Papier: Was ist besser?

Diese Frage spaltet die Lern-Community. Beide Ansätze haben leidenschaftliche Verfechter – und beide haben ihre Berechtigung. Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an.

📱 Digital (Anki, RemNote)📝 Papier
Automatische IntervallberechnungKeine Ablenkung
Riesige Kapazität (10.000+ Karten)Schreiben fördert Einprägen
Synchronisation zwischen GerätenHaptisches Feedback
Multimedia (Bilder, Audio)Kein technisches Setup
Ablenkungsgefahr (Handy)Manuelle Verwaltung der Boxen
Weniger physische VerankerungBegrenzte Kapazität
Lernkurve für die SoftwareKein automatisches Scheduling

Digitale Tools wie Anki sind besonders stark bei großen Stoffmengen. Medizinstudierende arbeiten oft mit 20.000+ Karten – undenkbar auf Papier. Die automatische Intervallberechnung nimmt dir das Nachdenken ab, und du kannst überall lernen, wo du dein Handy hast.

Papier-Karteikarten haben andere Vorteile. Das physische Schreiben aktiviert andere Gehirnregionen als Tippen und verbessert das Einprägen. Es gibt keine Benachrichtigungen, die dich ablenken. Und das haptische Erlebnis – eine Karte in der Hand, sie umdrehen, sie in eine andere Box sortieren – schafft eine Verbindung zum Material, die digitale Tools nicht replizieren können.

ℹ️Empfohlene Apps
Anki: Kostenlos, extrem anpassbar, große Community
RemNote: Kombination aus Notizen und Karteikarten
Quizlet: Einfacher, aber weniger Spaced-Repetition-fokussiert

Das Fazit zur Methodenwahl

Die beste Methode ist die, die du konsequent nutzt. Für kleine Stoffmengen funktioniert Papier hervorragend. Für Medizin oder Sprachen ist Anki oft unschlagbar.

Manche kombinieren auch beide Ansätze: Papier für die intensive Ersterarbeitung, digital für die langfristige Wiederholung. Experimentiere, bis du deinen persönlichen Workflow gefunden hast.


Spaced Repetition + Pomodoro: Der optimale Workflow

Spaced Repetition und die Pomodoro-Technik ergänzen sich perfekt. Karteikarten-Reviews sind ideal für fokussierte 25-Minuten-Blöcke: lang genug, um in einen Rhythmus zu kommen, aber kurz genug, um die Konzentration zu halten. Die Pausen verhindern mentale Ermüdung – ein häufiges Problem bei langen Review-Sessions.

Eine typische Session könnte so aussehen: Du startest mit 25 Minuten Karteikarten-Review, in denen du Box 1 und alle fälligen Boxen durchgehst. Nach einer kurzen Pause nutzt du den nächsten Pomodoro, um neue Karten aus dem Tagesstoff zu erstellen. Ein dritter Block dient der Fortsetzung des Reviews oder dem Bearbeiten schwieriger Karten.

ZeitAktivität
25 Min.Karteikarten-Review (Box 1 + fällige Boxen)
5 Min.Pause
25 Min.Neue Karten erstellen
5 Min.Pause
25 Min.Karteikarten-Review (Fortsetzung)
15 Min.Längere Pause
💡Profi-Tipp
Nutze den Pomodoro-Timer von Athenify und tracke deine Karteikarten-Sessions als eigene Aktivität. So siehst du genau, wie viel Zeit du in Spaced Repetition investierst.

Tägliche Routine

Für die meisten Studierenden funktioniert eine zweigeteilte Routine am besten: morgens ein kurzes Review der fälligen Karten, nachmittags oder abends das Erstellen neuer Karten aus dem Tagesstoff. Die Aufteilung hat einen psychologischen Vorteil – du startest den Tag mit einem schnellen Erfolgserlebnis und behältst den frischen Stoff am besten, wenn du ihn am Ende des Lerntages verarbeitest.

TageszeitDauerAktivitäten
Morgens15–30 Min.Alle fälligen Karten durchgehen, Fokus auf Wiederholung
Nachmittags/Abends30–60 Min.Neue Karten aus dem Tagesstoff erstellen, zusätzliche Wiederholungsrunde
30 min
tägliches Review reichen für die meisten Fächer aus – Konsistenz schlägt Intensität

Typische Fehler vermeiden

Spaced Repetition ist wissenschaftlich fundiert, aber in der Praxis lauern Fallstricke. Die gute Nachricht: Die meisten sind vermeidbar, wenn du sie kennst.

Die 4 häufigsten Fehler im Überblick:

  1. Zu viele neue Karten auf einmal – Wiederholungslast explodiert nach wenigen Tagen
  2. Zu einfache Karten – Ohne Anstrengung kein echtes Lernen
  3. Reviews aufschieben – Jeden Tag ohne Wiederholung wächst der Kartenberg
  4. Passives Durchklicken – Antwort erkennen ist nicht Antwort abrufen

Fehler 1: Zu viele neue Karten auf einmal

Du hast am Wochenende Zeit und erstellst 100 Karten. Montag bist du stolz auf deinen Fortschritt. Dienstag hast du 40 Wiederholungen. Mittwoch 80. Donnerstag 150 – und du brichst frustriert ab.

20–30
neue Karten pro Tag sind das Maximum, um nicht in der Wiederholungslast zu ertrinken

Das Problem ist mathematisch: Jede neue Karte erzeugt mehrere Wiederholungen in den folgenden Wochen. Bei 100 neuen Karten summiert sich das schnell zu einer unüberschaubaren Last. Die Lösung: Maximal 20–30 neue Karten pro Tag. Das klingt nach wenig, aber nach einem Monat hast du 600–900 Karten im System – mit einer überschaubaren täglichen Wiederholungslast.

Fehler 2: Zu einfache Karten

Wenn du jede Karte sofort und mühelos beantworten kannst, stimmt etwas nicht. Entweder sind die Intervalle zu kurz, oder die Karten sind zu trivial. In beiden Fällen verschwendest du Zeit.

Die Lösung erfordert ein Umdenken: Ein gewisses „Ringen" beim Erinnern ist nicht nur okay – es ist gewollt. Dieser Moment der Anstrengung, in dem du die Antwort fast, aber nicht ganz greifen kannst, ist der Moment, in dem echtes Lernen passiert. Wenn es zu leicht ist, wird es nicht im Gedächtnis verankert.

Fehler 3: Reviews aufschieben

Spaced Repetition ist gnadenlos gegenüber Aufschub. Jeden Tag, an dem du nicht wiederholst, stapeln sich die Karten. Nach einer Woche Pause stehst du vor Hunderten von fälligen Reviews – ein einschüchternder Berg, der weitere Vermeidung auslöst. Ein Teufelskreis beginnt.

Die Lösung: Baue eine Streak auf und behandle dein tägliches Review als nicht verhandelbar. Selbst 15 Minuten pro Tag sind unendlich besser als sporadische Mammut-Sessions. Konsistenz schlägt Intensität – immer. In der intensiven Phase vor Prüfungen hilft dir unser Guide zum Klausurenphase meistern, den Überblick zu behalten.

Fehler 4: Passives Durchklicken

Du siehst die Frage, denkst „ach ja, das weiß ich", klickst auf die Antwort und bestätigst „richtig". Das Problem: Du hast die Antwort erkannt, nicht aktiv abgerufen. Du hast gerade den gesamten Sinn von Karteikarten untergraben.

Die Lösung erfordert Disziplin: Beantworte jede Frage laut oder mental vollständig, BEVOR du die Antwort anschaust. Nur wenn du die Antwort tatsächlich produziert hast, bevor du sie siehst, trainierst du den Abruf. Dieser eine Schritt macht den Unterschied zwischen nutzlosem Durchklicken und effektivem Lernen.

⚠️Das größte Problem
Die meisten scheitern nicht an der Methode, sondern an der Konsistenz. Spaced Repetition funktioniert nur, wenn du jeden Tag wiederholst. Nutze Athenify, um deine Streak zu schützen.

Wie Athenify dich unterstützt

Athenify ist kein Karteikarten-Tool – aber das perfekte Begleitsystem. Während Anki oder deine Papier-Karteikarten den Lerninhalt verwalten, hilft dir Athenify dabei, die Meta-Ebene im Blick zu behalten: Wie viel Zeit investierst du wirklich? Bist du konsistent? Welche Fächer vernachlässigst du?

Der erste Schritt: Erstelle in Athenify eine Aktivität „Karteikarten" und tracke jede Session. Schon nach wenigen Tagen siehst du Muster, die dir sonst verborgen bleiben würden. Vielleicht merkst du, dass du Mathe-Karten konsequent überspringst. Oder dass deine Karteikarten-Zeit am Wochenende einbricht, obwohl du dort theoretisch mehr Zeit hättest.

Der Pomodoro-Timer bringt Struktur in deine Sessions. 25 Minuten Karteikarten, 5 Minuten Pause – ein perfekter Rhythmus für konzentriertes Review. Du vermeidest sowohl das endlose Durchklicken als auch das vorzeitige Aufgeben.

Die Streak-Funktion ist besonders mächtig für Spaced Repetition. Das „Don't break the chain"-Prinzip passt perfekt zu einer Methode, die von täglicher Konsistenz lebt. Jeden Tag ein grünes Häkchen zu sehen, wird zum eigenen Motivator – unabhängig davon, ob du 15 Minuten oder eine Stunde lernst.

Im Dashboard siehst du schließlich das große Bild: Wie viel Zeit hast du diese Woche in Karteikarten investiert? Wie verteilt sich das auf deine Fächer? Wo solltest du nachsteuern?

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Fazit: Spaced Repetition ist ein Game Changer

Spaced Repetition ist keine magische Abkürzung – aber die wissenschaftlich effektivste Art zu lernen. Mit dem Leitner-System, guten Karteikarten und täglicher Konsistenz kannst du 50 % mehr behalten als mit herkömmlichem Lernen, weniger Zeit für Wiederholungen aufwenden und langfristig Wissen aufbauen, das bleibt.

Die wichtigsten Takeaways:

  1. Wiederhole vor dem Vergessen: Die Intervalle sind der Schlüssel
  2. Nutze das Leitner-System: 5 Boxen, steigende Intervalle
  3. Erstelle gute Karten: Eine Frage, aktive Formulierung
  4. Bleib konsistent: 30 Minuten täglich schlägt 5 Stunden am Wochenende
  5. Tracke deine Zeit: Athenify zeigt dir, ob du auf Kurs bist
Spaced Repetition ist wie Zinseszins für dein Gehirn. Kleine tägliche Investments summieren sich zu erstaunlichem Wissen.

Häufig gestellte Fragen

Wie oft sollte ich Karteikarten wiederholen?

Die optimalen Intervalle sind etwa: 1 Tag, 3 Tage, 7 Tage, 14 Tage, 30 Tage. Wenn du eine Karte richtig beantwortest, geht sie in die nächste Box mit längerem Intervall. Bei Fehlern geht sie zurück in Box 1.

Ist Anki besser als Papier-Karteikarten?

Anki berechnet Intervalle automatisch und ist ideal für große Stoffmengen (Medizin, Sprachen). Papier-Karteikarten fördern besseres Einprägen beim Schreiben und haben keine Ablenkungsgefahr. Für die meisten Studierenden ist die beste Methode die, die sie konsequent nutzen.

Wie viele Karteikarten sollte ich pro Tag lernen?

Qualität vor Quantität: 20–50 neue Karten pro Tag sind für die meisten realistisch. Wichtiger ist, die Wiederholungen nicht zu vernachlässigen – die können schnell auf 100–200 Karten pro Tag anwachsen.

Wie erstelle ich gute Karteikarten?

Eine Frage pro Karte, nicht mehrere. Formuliere aktiv (‚Was ist X?' statt Stichpunkte). Nutze Cloze Deletions für Definitionen. Füge Bilder hinzu, wo sinnvoll. Erstelle Karten selbst, statt sie zu importieren – der Erstellprozess ist Teil des Lernens.

Kann ich Spaced Repetition mit anderen Lernmethoden kombinieren?

Unbedingt! Spaced Repetition ist besonders effektiv mit Active Recall (Selbstabfrage), Pomodoro-Technik (strukturierte Sessions) und elaborativem Lernen (eigene Erklärungen). Nutze Athenify, um deine Karteikarten-Sessions als eigene Aktivität zu tracken.

Über den Autor

Lukas von Hohnhorst

Lukas von Hohnhorst

Gründer von Athenify

Seit meinem 3. Semester tracke ich jede Lerneinheit – damals noch in Excel. Dank dieser Daten schrieb ich meine Master-Thesis vom Maidan in Kiew, aus dem Starbucks in Bukarest und einem Airbnb in Warschau.

In meiner Thesis brachte ich mir das Programmieren bei. Daraus entstand Athenify: 2020 gelauncht, seitdem kontinuierlich weiterentwickelt – heute mit über 35.000 Nutzern in 60+ Ländern. Außerdem habe ich das Buch "The HabitSystem" über Gewohnheiten geschrieben.

Dabei fließen 10+ Jahre Tracking-Erfahrung und 5+ Jahre Softwareentwicklung in die Entwicklung von Athenify ein. Als Software Product Owner, ehemaliger Bain-Berater und Mannheim-Absolvent (Top 2 %) weiß ich, was Studierende brauchen – ich war selbst Tutor an der Uni.

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