KONZENTRATION STEIGERN

Konzentration steigern: So lernst Du ohne Ablenkung

Dein Handy, Social Media, Notifications – alles kämpft um Deine Aufmerksamkeit. Lerne bewährte Techniken, um Deine Konzentration zu schützen und in den Deep-Work-Modus zu kommen.

8 Sek.Durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne (Microsoft)
23 Min.Brauchst Du nach einer Ablenkung zum Refokussieren
50 %Der Studierenden checken ihr Handy alle 10 Min.
90 Min.Maximale Deep-Work-Phase für Spitzenleistung

Konzentration ist die Superkraft des 21. Jahrhunderts. In einer Welt voller Ablenkungen ist die Fähigkeit, sich tief zu konzentrieren, der größte Wettbewerbsvorteil – besonders im Studium. Forschung zeigt: Nach jeder Ablenkung brauchst Du durchschnittlich 23 Minuten, um Dich wieder voll zu konzentrieren. Jeder Blick aufs Handy kostet Dich also eine halbe Stunde produktiver Lernzeit.

Wer in der Klausurenphase mit knapper Zeit kämpft, kann sich das nicht leisten. Die gute Nachricht: Konzentration ist kein angeborenes Talent, sondern eine trainierbare Fähigkeit. Wie ein Muskel wird sie stärker, wenn Du sie regelmäßig und gezielt beanspruchst.

Athenify hilft Dir dabei mit Fokus-Timern, ablenkungsfreien Vollbild-Sessions, Pomodoro-Technik und intelligentem Konzentrations-Tracking – damit Du aus jeder Lernsession das Maximum herausholst.

Ein wissenschaftlich fundiertes Framework

So steigerst Du Deine Konzentration

1

Ablenkungen radikal eliminieren

Lege Dein Handy in einen anderen Raum und schließe unnötige Tabs. Schaffe eine Umgebung, in der Fokus der Standardmodus ist.

2

Einen festen Lernplatz einrichten

Dein Gehirn verknüpft Orte mit Verhalten. Nutze einen Platz ausschließlich zum Lernen – nach wenigen Wochen schaltet Dein Gehirn dort automatisch in den Fokus-Modus.

3

In Zeitblöcken arbeiten

Nutze die Pomodoro-Technik: 25-50 Minuten fokussiert arbeiten, dann 5-10 Minuten Pause. Ohne Erholungsphasen sinkt Deine Aufnahmekapazität drastisch.

4

Deep Work schrittweise trainieren

Konzentration ist ein Muskel. Beginne mit 15-25 Minuten Fokus-Sessions und steigere jede Woche um 5 Minuten – tracke den Fortschritt sichtbar.

5

Fortschritte messen und optimieren

Erfasse jede Lernsession und identifiziere Deine produktivsten Zeiten. Ehrliches Tracking schafft Bewusstsein und ist der Schlüssel zu nachhaltiger Verbesserung.

Für jeden Lerntyp

Wer profitiert von besserem Fokus?

Student in der Klausurenphase

Klausurenphase

Studierende vor wichtigen Prüfungen

In der Prüfungsphase zählt jede Minute. Fokussiertes Lernen maximiert Deine verfügbare Zeit.

Student mit Ablenkungsproblemen

Ablenkung

Chronische Prokrastinierer

Ablenkung ist der häufigste Prokrastinations-Trigger. Lerne, Deine Aufmerksamkeit zu schützen.

Student im Deep-Work-Modus

Deep Work

Wer Spitzenleistung will

Deep Work produziert Ergebnisse, die oberflächliche Arbeit nie erreichen kann. Trainiere diesen Modus.

Die Wissenschaft der Konzentration

Die Neurowissenschaft der Aufmerksamkeit

Dein präfrontaler Kortex ist die Schaltzentrale für konzentriertes Arbeiten – und er ist erstaunlich fragil. Diese Hirnregion steuert das Arbeitsgedächtnis, filtert irrelevante Reize und hält Deine Aufmerksamkeit auf eine gewählte Aufgabe gerichtet. Doch sie operiert mit begrenzten neurochemischen Ressourcen: Glukose, Dopamin und Noradrenalin werden mit jeder kognitiven Anstrengung verbraucht. Nach etwa 60–90 Minuten intensiver geistiger Arbeit sind diese Ressourcen so weit erschöpft, dass Deine Konzentrationsfähigkeit messbar nachlässt. Das ist keine Schwäche, sondern Biologie. Die Neurowissenschaftlerin Dr. Sabine Windmüller von der Universität Tübingen beschreibt diesen Prozess als „kognitive Erschöpfungskurve" – ein natürlicher Rhythmus, der sich nicht durch Willenskraft überwinden lässt. Was sich hingegen trainieren lässt, ist die Dauer, in der Du Deine volle Aufmerksamkeit aufrechterhalten kannst, bevor der Abfall einsetzt.

Konzentration ist kein Talent – sie ist ein Muskel, der sich systematisch trainieren lässt. Die Frage ist nicht, ob Du Dich konzentrieren kannst, sondern wie lange.

Gleichzeitig sammelt sich im Laufe des Tages Adenosin in Deinem Gehirn an – ein Nebenprodukt neuronaler Aktivität, das die typische „Nachmittagsmüdigkeit" auslöst. Koffein wirkt, indem es Adenosin-Rezeptoren blockiert und so das Müdigkeitssignal temporär maskiert. Doch Koffein hat eine Halbwertszeit von etwa 5–6 Stunden: Ein Kaffee um 14 Uhr entfaltet um 20 Uhr noch die Hälfte seiner Wirkung und kann den Schlaf stören, der für die Konsolidierung des Gelernten essenziell ist. Wer diese Mechanismen versteht, kann mit der eigenen Biologie arbeiten statt gegen sie – und das ist der Schlüssel zu nachhaltig besserer Konzentration. Plane Deine anspruchsvollsten Lerneinheiten in die Phase maximaler Wachheit (für die meisten Menschen 2–4 Stunden nach dem Aufstehen) und respektiere die natürlichen Erholungsphasen Deines Gehirns.

Warum Multitasking nicht funktioniert

Multitasking ist einer der hartnäckigsten Produktivitätsmythen unserer Zeit. Dein Gehirn kann schlicht nicht zwei kognitive Aufgaben gleichzeitig ausführen. Was sich wie Multitasking anfühlt, ist in Wahrheit schnelles Hin-und-her-Wechseln zwischen Aufgaben – sogenanntes „Task-Switching". Und jeder einzelne Wechsel hat einen Preis: Der präfrontale Kortex muss den Kontext der aktuellen Aufgabe speichern, den Kontext der neuen Aufgabe laden und sich neu orientieren. Forschung der University of California, Irvine, zeigt, dass es durchschnittlich 23 Minuten und 15 Sekunden dauert, nach einer Unterbrechung vollständig zur Ausgangsaufgabe zurückzukehren. Bei einer 50-minütigen Lernsession kann eine einzige Ablenkung also die Hälfte Deiner effektiven Fokuszeit zerstören.

23 Min.
brauchst Du nach einer Ablenkung, um wieder voll fokussiert zu sein

Für Studierende an deutschen Universitäten ist das besonders relevant, weil die typische Lernsituation förmlich zum Task-Switching einlädt: Laptop auf dem Schreibtisch, WhatsApp-Gruppen für jedes Seminar, E-Mails vom Prüfungsamt, Instagram-Stories der Kommilitonen. Eine Studie der Ludwig-Maximilians-Universität München fand heraus, dass Studierende im Schnitt alle 6 Minuten ihr Smartphone checken – oft ohne bewusste Entscheidung. Die kumulierten Kosten sind enorm: Wer 3 Stunden am Schreibtisch sitzt, aber alle 6 Minuten kurz aufs Handy schaut, kommt auf bestenfalls 45 Minuten echte Fokuszeit. Der Rest geht für das ständige Wieder-Einfinden verloren. Die Lösung ist nicht mehr Disziplin, sondern klügeres Umgebungsdesign – etwa durch Body Doubling als soziale Fokus-Strategie oder gezielte Handyverbote.

Ein weiterer Aspekt, der oft übersehen wird: Multitasking schadet nicht nur der Produktivität, sondern auch der Qualität des Lernens. Studien der Stanford University zeigen, dass chronische Multitasker schlechter darin sind, relevante von irrelevanten Informationen zu unterscheiden. Das Gehirn gewöhnt sich gewissermaßen daran, alles gleichzeitig aufzunehmen – und verlernt dabei, tief in ein einzelnes Thema einzutauchen. Wer stattdessen lernt, fokussiert und ohne Ablenkung zu lernen, trainiert genau diese Fähigkeit zurück. Für das Studium bedeutet das: Wer beim Lernen ständig zwischen Aufgaben wechselt, speichert Informationen oberflächlicher und kann sie schlechter auf neue Problemstellungen anwenden. Die Behaltensleistung sinkt um bis zu 40 %, und die Transferleistung – also die Fähigkeit, Gelerntes in der Klausur auf unbekannte Fragestellungen zu übertragen – leidet noch stärker.

Das Smartphone als Konzentrationskiller

Dein Smartphone ist wahrscheinlich die größte Einzelbedrohung für Deine Konzentration – auch wenn Du es gar nicht benutzt. Eine bahnbrechende Studie der University of Texas at Austin, veröffentlicht im Journal of the Association for Consumer Research, bewies: Allein die physische Anwesenheit eines Smartphones auf dem Schreibtisch reduziert die verfügbare kognitive Kapazität signifikant – selbst wenn das Gerät ausgeschaltet und mit dem Display nach unten liegt. Dein Gehirn verbraucht unbewusst mentale Ressourcen, um dem Drang zu widerstehen, das Handy zu checken. Diese Ressourcen fehlen dann für die eigentliche Lernaufgabe. Die Teilnehmer, deren Handys in einem anderen Raum lagen, schnitten in kognitiven Tests deutlich besser ab als jene, deren Handys auf dem Tisch oder in der Tasche waren.

⚠️Der Smartphone-Effekt

Allein die Sichtbarkeit Deines Smartphones auf dem Schreibtisch reduziert Deine kognitive Leistung – selbst wenn es ausgeschaltet ist. Die einzig wirksame Lösung: räumliche Trennung.

Für Studierende im DACH-Raum kommt erschwerend hinzu, dass das Smartphone nicht nur Ablenkungsquelle, sondern auch Arbeitsmittel ist: Uni-Apps, digitale Semesterpläne, Mensa-Bestellungen, WhatsApp-Lerngruppen – alles läuft über dasselbe Gerät. Die Grenze zwischen Produktivität und Ablenkung verschwimmt. Jeder Griff zum Handy „nur um kurz den Stundenplan zu checken" endet statistisch gesehen in durchschnittlich 2,5 Minuten Social-Media-Scrolling. Über einen Lerntag summiert sich das auf 30–60 Minuten verlorene Fokuszeit. Die einzig wirksame Strategie: räumliche Trennung. Lege Dein Handy konsequent in einen anderen Raum, bevor Du mit dem fokussierten Lernen beginnst. Nutze stattdessen einen analogen Timer oder den Vollbild-Timer von Athenify auf Deinem Laptop – so hast Du die Zeitstruktur ohne die Ablenkung.

Deep Work nach Cal Newport

Deep Work – ein Begriff, den der Informatikprofessor Cal Newport geprägt hat – beschreibt die Fähigkeit, sich ohne Ablenkung auf eine kognitiv anspruchsvolle Aufgabe zu konzentrieren. Newport unterscheidet klar zwischen Deep Work und „Shallow Work": E-Mails beantworten, Notizen formatieren, Termine koordinieren – all das ist Shallow Work. Es fühlt sich produktiv an, produziert aber keinen echten intellektuellen Mehrwert. Im Studium ist Deep Work der Unterschied zwischen bloßem Überfliegen und echtem Verstehen. Wenn Du in einem Zustand tiefer Konzentration lernst, bildest Du stärkere neuronale Verbindungen, speicherst Informationen nachhaltiger und entwickelst die Art von tiefem Verständnis, die es Dir ermöglicht, Konzepte in Klausuren flexibel auf unbekannte Fragestellungen anzuwenden.

Newports Forschung zeigt, dass die meisten Menschen maximal 3–4 Stunden echtes Deep Work pro Tag leisten können. Das klingt wenig, ist aber mehr als genug: 4 Stunden konzentriertes Deep Work produzieren mehr und bessere Ergebnisse als 8 Stunden halbherziges Arbeiten mit ständigen Unterbrechungen. Für Studierende bedeutet das: Es geht nicht darum, möglichst viele Stunden am Schreibtisch zu verbringen, sondern die Qualität der Lernzeit zu maximieren. Newport empfiehlt feste „Deep-Work-Blöcke" im Tagesplan – z. B. jeden Morgen von 9 bis 12 Uhr – in denen alle Ablenkungen kompromisslos eliminiert werden. Diese Ritualisierung senkt den Widerstand, überhaupt anzufangen, und signalisiert Deinem Gehirn: Jetzt ist Fokuszeit.

Ein Aspekt, der in der deutschen Studienkultur oft unterschätzt wird: Deep Work erfordert bewusstes Üben, nicht nur passive Vermeidung von Ablenkungen. Es reicht nicht, das Handy wegzulegen und dann vor dem Lehrbuch zu sitzen. Echtes Deep Work bedeutet, Dich aktiv mit dem Stoff auseinanderzusetzen – durch aktives Abrufen, Problemlösung, Zusammenfassen in eigenen Worten. Die Kombination aus ablenkungsfreier Umgebung und aktiver Lerntechnik ist der Schlüssel zu akademischer Spitzenleistung. Plane Deine Deep-Work-Sessions mit einem Lernplaner und nutze einen Fokus-Timer, um die Zeit zu strukturieren.

Die Pomodoro-Technik: Konzentration in Häppchen

Die Pomodoro-Technik funktioniert, weil sie eine einschüchternde Aufgabe in machbare Einheiten verwandelt. Entwickelt von Francesco Cirillo in den späten 1980er-Jahren, ist das Prinzip simpel: 25 Minuten fokussiert arbeiten, 5 Minuten Pause, wiederholen. Nach vier Zyklen folgt eine längere Pause von 15–30 Minuten. Die Genialität der 25-Minuten-Intervalle ist psychologischer Natur: Fast jeder kann sich dazu überwinden, „nur 25 Minuten" zu lernen – selbst wenn der Stoff einschüchternd oder langweilig wirkt. Das senkt die Startbarriere massiv, was besonders für Studierende relevant ist, die mit Prokrastination kämpfen.

Die Pausen sind dabei kein optionaler Luxus, sondern neurobiologische Notwendigkeit. Während der Pause konsolidiert Dein Gehirn die gerade aufgenommenen Informationen und bereitet sich auf den nächsten Fokusblock vor. Studien zeigen, dass Studierende, die regelmäßige Pausen einlegen, nach 3 Stunden mehr behalten als jene, die 3 Stunden durchgehend lernen. Wichtig: Die Pause sollte wirklich eine Pause sein – Spaziergang, Stretching, Wasser trinken. Social Media in der Pause ist kontraproduktiv, weil es Dein Belohnungssystem aktiviert und den Wiedereinstieg in die Fokusphase erschwert. Unser kompletter Leitfaden zur Pomodoro-Technik erklärt, wie Du die Methode optimal einsetzt. Mit steigender Fokus-Fitness kannst Du die Intervalle auf 50 oder sogar 90 Minuten ausdehnen. Der Fullscreen-Timer von Athenify ist dafür ideal: Er blendet alles aus und zeigt nur den Countdown – maximale Fokus-Unterstützung ohne visuelle Ablenkung.

Flow-State erreichen: der Zustand maximaler Leistung

Flow – von Psychologe Mihaly Csikszentmihalyi als „optimale Erfahrung" beschrieben – ist der höchste erreichbare Konzentrationszustand. Im Flow bist Du so tief in eine Aufgabe versunken, dass die Zeit verzerrt wahrgenommen wird, das Selbstbewusstsein in den Hintergrund tritt und Deine Leistung ihren Höhepunkt erreicht. Csikszentmihalyis jahrzehntelange Forschung identifizierte mehrere Bedingungen, die Flow wahrscheinlicher machen. Erstens muss die Aufgabe anspruchsvoll genug sein, um Deine Fähigkeiten voll zu beanspruchen, aber nicht so schwierig, dass sie Angst auslöst – die sogenannte „Challenge-Skill-Balance". Zweitens brauchst Du klare Ziele und unmittelbares Feedback. Drittens – und das ist entscheidend – benötigst Du eine unterbrechungsfreie Umgebung, wie sie auch beim Deep Work im Studium essenziell ist, denn Flow-Zustände erfordern typischerweise 15–20 Minuten ununterbrochener Konzentration, um überhaupt einzusetzen.

ℹ️Die Flow-Formel

Flow entsteht, wenn die Aufgabe anspruchsvoll genug ist, um Dich zu fordern, aber nicht so schwierig, dass sie Angst auslöst. Kombiniere das mit klaren Zielen, unmittelbarem Feedback und einer unterbrechungsfreien Umgebung.

Für Studierende ist Flow am leichtesten zugänglich bei Aufgaben, die genau auf dem richtigen Schwierigkeitsniveau liegen: Übungsaufgaben am Rand der eigenen Fähigkeiten lösen, eine Hausarbeit zu einem Thema schreiben, das man gut genug versteht, um tief einzusteigen, oder Programmieraufgaben, die herausfordernd, aber nicht überfordernd sind. Wer regelmäßig in den Flow kommt, erlebt nicht nur höhere Produktivität (Studien sprechen von bis zu 500 % im Vergleich zum Normalzustand), sondern auch ein tiefes Gefühl der Zufriedenheit. Flow ist intrinsisch belohnend – es ist das Gegenteil von Prokrastination. Die Lernmotivation steigt automatisch, wenn Du regelmäßig Flow-Erfahrungen machst. Der Schlüssel: Schaffe die Rahmenbedingungen, eliminiere jede mögliche Unterbrechung und wähle eine Aufgabe, die Dich weder langweilt noch überfordert.

Musik und Konzentration: Was die Forschung sagt

Die Frage „Soll ich beim Lernen Musik hören?" ist eine der am häufigsten gestellten unter Studierenden – und die Antwort ist differenzierter, als man denkt. Die Forschung zeigt klar: Musik mit Text ist für sprachbasierte Aufgaben (Lesen, Schreiben, Auswendiglernen) kontraproduktiv. Dein Sprachzentrum kann nicht zwei Informationsströme gleichzeitig verarbeiten – es wechselt zwischen den Songtexten und dem Lernmaterial hin und her, was die Verarbeitungstiefe beider reduziert. Eine Meta-Analyse von Küssner und de Groot (2019) bestätigt: Texte in der Musik verschlechtern die Leistung bei verbalen Aufgaben signifikant.

Instrumentale Musik hingegen – insbesondere Lo-Fi-Beats, klassische Musik im moderaten Tempo und Ambient-Sounds – kann die Konzentration tatsächlich fördern. Der Mechanismus: Gleichmäßige, vorhersagbare Klänge maskieren unregelmäßige Umgebungsgeräusche (Mitbewohner, Straßenlärm, Bibliotheksgeflüster), die das Gehirn als potenzielle Bedrohung registriert und die Aufmerksamkeit ablenken. Fokus-Musik schafft einen akustischen Kokon, der unvorhersehbare Störreize neutralisiert. Wichtig ist die Lautstärke: Zu laut wird die Musik selbst zur Ablenkung. Am besten funktioniert ein moderates Hintergrundniveau, bei dem die Musik präsent, aber nicht dominant ist. Manche Studierende arbeiten am besten in völliger Stille – das ist individuell verschieden. Experimentiere über mehrere Sessions hinweg und tracke Deine Produktivität, um herauszufinden, was für Dich optimal ist.

Konzentration als trainierbarer Muskel

Die vielleicht wichtigste Erkenntnis über Konzentration: Sie ist keine feste Persönlichkeitseigenschaft, sondern eine Fähigkeit, die sich systematisch trainieren lässt. Neurowissenschaftliche Forschung zur Neuroplastizität zeigt, dass sich die Gehirnstrukturen, die für Aufmerksamkeitskontrolle zuständig sind, durch regelmäßiges Training messbar verändern. Studien mit Meditierenden – die im Grunde nichts anderes tun als Aufmerksamkeit zu trainieren – zeigen nach bereits 8 Wochen regelmäßiger Praxis eine erhöhte Dichte der grauen Substanz im präfrontalen Kortex und verbesserte Konnektivität zwischen Aufmerksamkeitsnetzwerken.

90 Min.
maximale Deep-Work-Phase – erreichbar durch systematisches Fokus-Training

Für den Studienalltag heißt das: Wenn Du heute nur 15 Minuten am Stück fokussiert lernen kannst, bevor Dein Geist abschweift, ist das Dein aktueller Ausgangspunkt – kein Grund zur Scham, sondern eine Baseline, die verbessert werden kann. Beginne mit einer oder zwei fokussierten Sessions pro Tag auf Deinem aktuellen Niveau. Steigere die Dauer jede Woche um etwa 5 Minuten. Tracke jede Session, damit Du Deinen Fortschritt objektiv sehen kannst. In den meisten Fällen können Studierende innerhalb von 6–8 Wochen von 15-minütigen auf 45–60-minütige Fokus-Sessions aufbauen. Nach 3 Monaten konsequenten Trainings sind 90-minütige Deep-Work-Blöcke realistisch. Der Schlüssel ist Konsistenz über Intensität: Vier 25-minütige Sessions pro Woche bauen mehr Fokus-Ausdauer auf als ein einziger verzweifelter 3-Stunden-Marathon. Nutze Lernzeit-Erfassung, um den Fortschritt sichtbar zu machen und Deine Lerngewohnheiten nachhaltig zu verbessern.

Schlaf, Ernährung und Bewegung: Die Grundlagen der Konzentration

Keine Technik der Welt kann schlechten Schlaf kompensieren. Schon eine einzige Nacht mit weniger als 7 Stunden Schlaf reduziert Deine Konzentrationsfähigkeit, Dein Arbeitsgedächtnis und Deine Entscheidungsfähigkeit messbar. Chronischer Schlafmangel – in der deutschen Studierendenkultur fast schon normalisiert, besonders in der Klausurenphase – hat kognitive Auswirkungen, die mit einem Blutalkoholspiegel von 0,05 Promille vergleichbar sind. Wer regelmäßig weniger als 6 Stunden schläft, verliert bis zu 30 % seiner kognitiven Leistungsfähigkeit. Die Empfehlung ist klar: 7–9 Stunden Schlaf sind nicht verhandelbar, besonders in Lernphasen. Priorisiere Schlaf über längere Lernsessions – eine ausgeruhte Stunde Lernen ist mehr wert als drei erschöpfte.

Auch die Ernährung beeinflusst Deine Konzentration stärker, als die meisten Studierenden ahnen. Dein Gehirn verbraucht etwa 20 % Deiner gesamten Energiezufuhr, obwohl es nur 2 % des Körpergewichts ausmacht. Blutzuckerschwankungen – typisch nach Fast Food, Süßigkeiten oder dem Mensa-Schnitzel – führen zu dem bekannten „Nachmittagstief". Komplexe Kohlenhydrate (Vollkorn, Haferflocken), gesunde Fette (Nüsse, Avocado) und ausreichend Wasser halten den Blutzucker stabil und Dein Gehirn leistungsfähig. Regelmäßige Bewegung ist ein weiterer unterschätzter Konzentrations-Booster: Schon 20 Minuten moderates Ausdauertraining erhöhen die BDNF-Ausschüttung (Brain-Derived Neurotrophic Factor), die das Wachstum neuer Nervenzellen fördert und die kognitive Leistung für mehrere Stunden verbessert. Ein kurzer Spaziergang oder eine Runde Joggen vor der Lernsession kann Deine Fokuszeit signifikant verlängern. Auch die richtige Fokus-Musik zum Lernen kann helfen, Störgeräusche auszublenden und den Einstieg in konzentriertes Arbeiten zu erleichtern.

Wie Athenify Deine Konzentration gezielt unterstützt

Athenify wurde speziell dafür entwickelt, Studierenden die Konzentrationsfähigkeiten zu vermitteln, die akademischer Erfolg erfordert. Der Fullscreen-Timer eliminiert visuelle Ablenkungen komplett: Dein gesamter Bildschirm zeigt nur den Countdown und Deine aktuelle Aufgabe – nichts, was Dich verführen könnte, „kurz mal" etwas anderes zu tun. Der Pomodoro-Modus strukturiert Deine Lernzeit in bewährte 25-Minuten-Intervalle mit eingebauten Pausen, perfekt für den Aufbau von Fokus-Ausdauer. Das Session-Tracking erfasst jeden Lernblock und offenbart Muster: Wann bist Du am konzentriertesten? Wie lange hält Deine Aufmerksamkeit? Welche Fächer fordern mehr mentale Energie?

Über die Zeit kannst Du progressive Dauer-Ziele setzen – von 25-minütigen Sessions über 50-Minuten-Blöcke bis hin zu vollen 90-minütigen Deep-Work-Sessions, während Deine Fokus-Fitness wächst. Das Streak-System nutzt Verlust-Aversion: Wenn Du 10 Tage in Folge fokussiert gelernt hast, wird der Wunsch, die Serie zu halten, zu einem kraftvollen Motivator. Kombiniert mit ablenkungsfreiem Design, intelligentem Tracking und dem Überblick über Deine Lernmuster verwandelt Athenify Konzentrationstraining von einer abstrakten Absicht in eine konkrete tägliche Praxis. Starte heute mit einer einzigen 25-Minuten-Session – und erlebe selbst, wie viel mehr Du in fokussierter Zeit schaffen kannst.

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Über den Autor

Lukas von Hohnhorst

Lukas von Hohnhorst

Gründer von Athenify

Seit meinem 3. Semester tracke ich jede Lerneinheit – damals noch in Excel. Dank dieser Daten schrieb ich meine Master-Thesis vom Maidan in Kiew, aus dem Starbucks in Bukarest und einem Airbnb in Warschau.

In meiner Thesis brachte ich mir das Programmieren bei. Daraus entstand Athenify: 2020 gelauncht, seitdem kontinuierlich weiterentwickelt – heute mit über 30.000 Nutzern in 60+ Ländern. Außerdem habe ich das Buch "The HabitSystem" über Gewohnheiten geschrieben.

Dabei fließen 10+ Jahre Tracking-Erfahrung und 5+ Jahre Softwareentwicklung in die Entwicklung von Athenify ein. Als Software Product Owner, ehemaliger Bain-Berater und Mannheim-Absolvent (Top 2 %) weiß ich, was Studierende brauchen – ich war selbst Tutor an der Uni.

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Der Unterschied ist enorm

Ablenkung vs. Fokus

AbgelenktFokussiert
Zeit pro Konzept3× so lang1× (Normalzeit)
Behaltensleistung20–30 %70–90 %
VerständnistiefeOberflächlichTiefgreifend
Mentale EnergieMehr verbraucht (Context-Switching)Effizient eingesetzt
FehlerquoteBis zu 50 % mehr FehlerMinimale Fehlerrate
TransferleistungKaum anwendbar auf neue AufgabenFlexible Anwendung möglich
LangzeitgedächtnisSchnell vergessen (Tage)Nachhaltig gespeichert (Wochen)
Gefühl nach der SessionErschöpft und frustriertProduktiv und zufrieden

Aus unserem Blog

Konzentration meistern

Entwickelt für Studierende

Tools für bessere Konzentration

Die Transformation

Vorher und nachher mit besserer Konzentration

„Ich sitze 4 Stunden am Schreibtisch, aber lerne vielleicht 1 Stunde wirklich"

„2 Stunden fokussierte Deep-Work-Sessions bringen mehr als 5 Stunden Halb-Lernen"

„Ich checke mein Handy alle 5 Minuten"

„Mein Handy liegt in einem anderen Raum – Problem gelöst"

„Ich kann mich einfach nicht konzentrieren"

„Kurze Pomodoro-Sessions haben meine Fokus-Fähigkeit trainiert"

„Ich weiß nicht, wann ich am produktivsten bin"

„Mein Tracking zeigt mir meine beste Lernzeit: 9–11 Uhr morgens"

Von Studierenden weltweit geschätzt

Dein Lernerfolg in Zahlen.

30.000

Studierende

nutzen Athenify täglich, um fokussierter zu lernen und ihre Ziele zu erreichen

60+

Ländern

von Berlin bis Sydney – eine globale Community von motivierten Lernenden

500k

Lernstunden

wurden mit Athenify getrackt – das sind über 100 Jahre fokussiertes Lernen

Über Konzentration beim Lernen

Häufig gestellte Fragen

Warum kann ich mich nicht konzentrieren?

Wie lange kann ich mich am Stück konzentrieren?

Was ist Deep Work und wie mache ich es?

Hilft Koffein bei der Konzentration?

Sollte ich beim Lernen Musik hören?

Wie gehe ich mit ADHS und Konzentrationsproblemen um?

Wie schaffe ich mir eine ablenkungsfreie Lernumgebung?

Wie hilft Athenify bei der Konzentration?

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