Wer ins juristische Staatsexamen geht, betritt einen Marathon, bei dem jede Stunde zählt – und die meisten Kandidaten haben keine Ahnung, wie viele Stunden sie wirklich investieren. Die Examensvorbereitung im Jurastudium gilt als eine der intensivsten Phasen eines Studierendenlebens: 12 bis 18 Monate konzentriertes Lernen, ein scheinbar endloser Stoffberg, und am Ende Klausuren, die über die berufliche Zukunft entscheiden. Die Ironie dabei? Während Jura-Studierende lernen, jeden Sachverhalt akribisch zu analysieren, verlassen sich die meisten bei ihrer eigenen Vorbereitung auf vage Gefühle statt auf harte Daten.
Eine strukturierte Planung ist essenziell – doch eine solide Planung allein reicht nicht aus. Ebenso wichtig ist die systematische Erfassung und Analyse der investierten Lernzeit. In diesem Artikel erläutern wir, warum Zeiterfassung für angehende Juristinnen und Juristen von großer Bedeutung ist und wie Athenify als digitales Lernwerkzeug die Examensvorbereitung auf das nächste Level hebt.

Der Arbeitsaufwand in der Examensvorbereitung
Die Examensvorbereitung im Jurastudium ist bekannt für ihren enormen Zeitaufwand. Laut verschiedenen Umfragen investieren Studierende durchschnittlich 1.500 bis 2.000 Stunden in die Vorbereitung auf das Erste Staatsexamen.
Diese Zahlen variieren natürlich je nach individuellen Vorkenntnissen, Lerngeschwindigkeit und persönlicher Zielsetzung. Einige Studierende berichten sogar von noch höheren Stundenzahlen, insbesondere wenn sie parallel zum Repetitorium umfangreiche Falllösungen und Wiederholungen durchführen. Im Referendariat kommen dann nochmal etwa 2.000 Stunden Ausbildung hinzu – wer beide Staatsexamina absolviert, investiert also gut und gerne 4.000 Stunden in die juristische Ausbildung.
Die Zeiterfassung hilft dabei, diesen Aufwand transparent zu machen und sicherzustellen, dass keine wichtigen Themenbereiche vernachlässigt werden.
Warum ist Zeiterfassung im Jurastudium so wichtig?
1. Realistische Zeitplanung
Jeder Examenskandidat kennt das Problem: Die Zeit scheint immer knapper zu werden, während der Lernstoff kaum zu bewältigen ist. Doch wie viel Zeit benötigt man tatsächlich für eine Klausur, eine Falllösung oder das Lernen materiellen Rechts? Ohne objektive Daten ist die Zeitplanung oft von subjektiven Einschätzungen geprägt – mit der Gefahr von Fehleinschätzungen. Eine systematische Zeiterfassung ermöglicht es, realistische Zeitbudgets für verschiedene Lernaktivitäten festzulegen.
Was du nicht misst, kannst du nicht verbessern.
Tracke in den ersten zwei Wochen deiner Vorbereitung jede Lerneinheit genau. Du wirst überrascht sein, wie sehr sich deine gefühlte von der tatsächlichen Lernzeit unterscheidet – die meisten Studierenden überschätzen ihre effektive Lernzeit um 20 bis 30 Prozent. Diese Daten sind Gold wert für deine weitere Planung.
2. Vermeidung von ineffizientem Lernen
Nicht jede investierte Stunde ist gleich produktiv. Manche Lerneinheiten bringen erheblichen Fortschritt, während andere sich im ineffektiven Wiederholen von Inhalten verlieren.
Durch gezieltes Tracking findest du heraus:
- Optimale Lernmethoden: Welche Techniken bringen dir den größten Fortschritt?
- Produktive Tageszeiten: Wann bist du am aufnahmefähigsten?
- Problemgebiete: Welche Rechtsgebiete brauchen mehr Zeit als geplant?
- Zeitfresser: Wo verschwendest du Zeit durch Pausen oder Ablenkungen?
Diese Erkenntnisse ermöglichen eine kontinuierliche Anpassung der Lernstrategie, um langfristig bessere Ergebnisse zu erzielen.
3. Bessere Balance zwischen Lernen und Pausen
Jura ist ein Marathon, kein Sprint – wer zu schnell startet, kommt nicht ins Ziel.
Wer dauerhaft produktiv bleiben will, muss gezielt Pausen einplanen und Überlastung vermeiden. Eine exakte Zeiterfassung zeigt auf, ob man Gefahr läuft, sich zu überfordern oder ob vielleicht sogar zu wenig Zeit für das Lernen aufgebracht wird. Viele Examenskandidaten unterschätzen die Gefahr eines Burnouts: Wer monatelang zehn oder mehr Stunden täglich lernt, riskiert einen Zusammenbruch kurz vor dem Examen. Tracke deshalb nicht nur deine Lernzeit, sondern auch deine Erholungszeit – beides gehört zu einer nachhaltigen Vorbereitung.
4. Objektive Leistungskontrolle
Viele Studierende erleben in der Examensvorbereitung Unsicherheiten darüber, ob sie „genug getan" haben. Ein strukturiertes Zeiterfassungssystem liefert eine objektive Grundlage für diese Einschätzung und verhindert ineffizientes „Bulimielernen" in den letzten Wochen vor den Klausuren.
Mit Athenify siehst du schwarz auf weiß:
- Wie viele Stunden du diese Woche gelernt hast
- Ob du dein Wochenziel erreicht hast
- Wie du im Vergleich zu den Vorwochen abschneidest
- Welche Rechtsgebiete mehr Aufmerksamkeit brauchen
Die drei Säulen erfolgreicher Examensvorbereitung
Säule 1: Materielles Recht
Das materielle Recht bildet das Fundament jeder juristischen Prüfung. Hier geht es um das „Was" – die Rechtsnormen, Definitionen und Theorien in den drei großen Rechtsgebieten:
- Zivilrecht – BGBBürgerliches Gesetzbuch, HGBHandelsgesetzbuch und Gesellschaftsrecht
- Strafrecht – StGBStrafgesetzbuch und Strafprozessrecht
- Öffentliches Recht – Verfassungs- und Verwaltungsrecht
Nutze die Kategorien-Funktion in Athenify, um deine Lernzeit nach Rechtsgebieten aufzuschlüsseln. So erkennst du sofort, wenn du ein Gebiet vernachlässigst.
Säule 2: Falltechnik & Methodik
Wissen allein reicht nicht – du musst es auch anwenden können. Die juristische Methodik, insbesondere der Gutachtenstil, ist entscheidend für den Examenserfolg.
Plane dedizierte Zeit ein für Fallbearbeitung unter Examensbedingungen, für Klausurenkurse beim Repetitorium oder an der Uni, und für die gründliche Nachbereitung geschriebener Klausuren. Die Nachbereitung ist dabei mindestens so wichtig wie das Schreiben selbst: Nur wer seine Fehler systematisch analysiert, lernt aus ihnen.
Säule 3: Kondition & Ausdauer
Das Staatsexamen ist nicht nur eine Wissens-, sondern auch eine Ausdauerprüfung. Sechs 5-stündige Klausuren innerhalb von zwei Wochen erfordern mentale und körperliche Fitness. Schreibe deshalb regelmäßig Probeklausuren unter Realbedingungen – inklusive der vollen fünf Stunden. Tracke diese Sessions separat in Athenify, um zu sehen, wie sich deine Ausdauer entwickelt. Viele Kandidaten sind inhaltlich gut vorbereitet, scheitern aber an der schieren Belastung der Prüfungswochen.
Wie Athenify die Examensvorbereitung optimiert
Athenify ist eine spezialisierte Plattform zur Erfassung und Analyse von Lernzeiten. Die App wurde mit dem Ziel entwickelt, Studierende dabei zu unterstützen, ihr Zeitmanagement zu perfektionieren und ihre Lernleistung kontinuierlich zu optimieren.
1. Detailliertes Tracking von Lerneinheiten
Mit Athenify kannst du jede einzelne Lerneinheit erfassen – sei es das Lösen von Fällen, die Wiederholung von Schemata oder das Durcharbeiten von Skripten. Die intuitive Oberfläche ermöglicht eine schnelle und unkomplizierte Erfassung, ohne den Lernprozess zu unterbrechen.
Der integrierte Pomodoro-Timer hilft dir dabei, fokussierte Lernblöcke einzuhalten und regelmäßige Pausen zu machen.
2. Analyse der Lernzeit nach Kategorien
Jura-Studierende müssen verschiedene Lernaktivitäten koordinieren: das Repetitorium mit Vorlesung und Nachbereitung, das Eigenstudium mit Skripten und Lehrbüchern, das Falltraining mit Klausuren und Übungsfällen sowie die Wiederholung mit Karteikarten und Schemata. Athenify erlaubt es, die Lernzeit diesen Kategorien zuzuordnen, sodass du nachvollziehen kannst, wie viel Zeit du in welche Bereiche investierst.
Erfahrene Repetitoren empfehlen eine ungefähre Verteilung von 40 Prozent für materielles Recht, 40 Prozent für Fallbearbeitung und 20 Prozent für Wiederholung. Mit Athenify kannst du prüfen, ob deine tatsächliche Verteilung diesem Ideal entspricht – oder ob du, wie viele Kandidaten, zu viel Zeit in neuen Stoff und zu wenig in die Wiederholung investierst.
3. Visuelle Darstellung des Lernfortschritts
Statistiken sind ein essenzieller Bestandteil jeder ernsthaften Examensvorbereitung. Athenify bietet umfangreiche grafische Auswertungen: Zeitdiagramme auf täglicher, wöchentlicher und monatlicher Basis, Fortschrittsbalken für definierte Ziele, Vergleiche über Wochen und Monate hinweg sowie Heatmaps für produktive Zeiten. So erkennst du auf einen Blick, ob du deine gesetzten Ziele erreichst.
4. Motivation durch Gamification
Eine der größten Herausforderungen der Examensvorbereitung ist die langfristige Motivation über 12 bis 18 Monate. Athenify nutzt bewährte Gamification-Elemente, um genau hier anzusetzen. Mit Streaks baust du eine Serie von Lerntagen auf und willst die Kette nicht brechen – ein psychologischer Effekt, der erstaunlich gut funktioniert. Medaillen belohnen dich mit Bronze, Silber und Gold für produktive Tage. Und der Aktienkurs lässt dich deinen langfristigen Fortschritt verfolgen, als wärst du dein eigenes Investment.
Wer die Kette nicht brechen will, lernt jeden Tag – auch wenn es nur eine Stunde ist.
5. Planung und Zielsetzung
Neben der reinen Zeiterfassung hilft Athenify auch bei der strategischen Planung. Du kannst Tagesziele definieren – zum Beispiel 5 Stunden – und Wochenziele setzen. Automatische Erinnerungen warnen dich bei Abweichungen, und langfristige Trends zeigen dir, ob du auf Kurs bist. Diese Struktur verhindert Panik in den letzten Wochen vor dem Examen.
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Praktische Tipps für die Examensvorbereitung
Der ideale Lerntag eines Examenskandidaten
Ein strukturierter Tagesablauf ist Gold wert. Ein bewährtes Schema sieht so aus: Beginne morgens um 8 Uhr mit zwei Stunden frischem materiellen Recht – das Gehirn ist am Morgen am aufnahmefähigsten für neuen Stoff. Nach einer kurzen Pause folgen zwei Stunden Fallbearbeitung bis zum Mittag. Die Mittagspause sollte großzügig bemessen sein, um wirklich abzuschalten.
Nachmittags arbeitest du dann zwei Stunden im Repetitorium oder Kurs, gefolgt von einer weiteren kurzen Pause. Den Tag schließt du mit anderthalb Stunden Wiederholung ab – idealerweise von Stoff, den du vor einer Woche oder einem Monat gelernt hast.
Dieses Schema ergibt etwa 7,5 Stunden Netto-Lernzeit – ein realistisches Tagesziel für die intensive Phase, das sich über Monate durchhalten lässt. Erfasse jeden dieser Blöcke einzeln in Athenify. So siehst du am Ende des Tages nicht nur die Gesamtzeit, sondern auch, ob du alle Bereiche abgedeckt hast.
Umgang mit schlechten Tagen
Nicht jeder Tag wird produktiv sein – und das ist okay. Wichtig ist, schlechte Tage als Teil des Prozesses zu akzeptieren und sie trotzdem ehrlich zu tracken. Analysiere die Muster: Ist es immer montags? Nach zu wenig Schlaf? Nach stressigen Terminen? Diese Erkenntnisse helfen dir, dich anzupassen statt aufzugeben.
Tracke dabei nur echte Lernzeit – nicht die Zeit, die du am Schreibtisch sitzt und auf dein Handy schaust. Nur ehrliche Daten helfen dir, dich zu verbessern. Wer sich selbst belügt, betrügt am Ende nur sich selbst.
Fazit: Mehr Kontrolle, weniger Stress, bessere Ergebnisse
Die Examensvorbereitung ist eine Herausforderung – aber mit den richtigen Werkzeugen lässt sie sich effizienter und stressfreier gestalten. Eine strukturierte Zeiterfassung hilft nicht nur dabei, produktiver zu lernen, sondern auch die eigene Leistung objektiv zu bewerten und kontinuierlich zu verbessern.
Die Vorteile systematischer Zeiterfassung:
- Transparenz: Du weißt genau, was du tust, statt dich auf vage Gefühle zu verlassen
- Optimierung: Nur was du misst, kannst du verbessern
- Motivation: Gamification-Elemente wie Streaks und Medaillen halten dich über die langen Monate bei der Stange
- Struktur: Du gehst mit Plan statt mit Chaos ins Examen
- Burnout-Prävention: Du behältst nicht nur Lernzeit, sondern auch Erholungszeit im Blick
Athenify bietet Jura-Studierenden ein leistungsstarkes Tool, um den Überblick über ihre Lernzeiten zu behalten und ihre Examensvorbereitung systematisch zu optimieren. Wer mit Strategie und Struktur an die Herausforderung herangeht, hat am Ende nicht nur bessere Chancen im Examen, sondern auch eine stressfreiere und nachhaltigere Vorbereitung.
Viel Erfolg bei deinem Staatsexamen!




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