Kapitel 22

Lerne, wie Gewohnheiten wirklich funktionieren

Gewohnheiten

22. Lerne, wie Gewohnheiten wirklich funktionieren

We are what we repeatedly do. Excellence, then, is not an act, but a habit.

— Aristoteles

Cristiano Ronaldo, der herausragende Fußballer unserer Zeit, erzielt im Champions League Halbfinale 2018 gegen Juventus Turin einen Fallrückzieher. Das Stadion tobt – selbst die Fans der gegnerischen Mannschaft klatschen staunend Beifall. Es ist eines der beeindruckendsten Tore, die je erzielt wurden. Viele sind sich sicher: Ronaldos Fallrückzieher – das war ein echter Geniestreich! Ich sehe das jedoch anders.

Compound Effect und Slight Edge

Hinter Ronaldos beeindruckendem Tor stecken Jahre des Trainings, der Disziplin und der Hartnäckigkeit. Es ist das Ergebnis des Compound Effect (Kompositionseffekts) und der Slight Edge (Kleinvorteils). Beide Konzepte gehen davon aus, dass kleine, scheinbar unbedeutende Handlungen und Entscheidungen sich über die Zeit hinweg addieren und letztendlich zu bedeutenden Ergebnissen führen.

Motivation funktioniert nicht. Motivation ist flüchtig und unzuverlässig. Was wirklich zählt, ist Disziplin. Disziplin bedeutet, Dinge zu tun, auch wenn wir keine Lust darauf haben. Sie bedeutet, unsere langfristigen Ziele über unsere kurzfristigen Wünsche zu stellen.

Die vier Regeln von James Clear.«Mini Habits« und »Elastic Habits« sind Strategien, um Gewohnheiten aufzubauen, die leicht durchführbar und flexibel genug sind, um in unser hektisches Leben zu passen. Eine "Mini Habit" könnte zum Beispiel sein, jeden Tag eine Minute lang zu meditieren. Eine "Elastic Habit" könnte sein, an Wochentagen zu meditieren, an Wochenenden aber zu lesen.

**Die vier Regeln von James Clear **James Clear, der Autor des Bestsellers "Atomic Habits", schlägt vier Regeln für den Aufbau von Gewohnheiten vor: Sie sollten offensichtlich, attraktiv, einfach und belohnend sein. Indem wir diese Regeln befolgen, können wir neue Gewohnheiten aufbauen, die uns tatsächlich dabei helfen, unsere Ziele zu erreichen.

Gewohnheiten und Identität. Unsere Gewohnheiten formen nicht nur unseren Alltag, sondern auch unsere Identität. Wenn wir uns beispielsweise regelmäßig sportlich betätigen, beginnen wir uns selbst als sportliche Person zu sehen. Dieser Identitätswandel kann uns dabei helfen, unsere Gewohnheiten beizubehalten und zu verstärken.

Disziplin ist Freiheit

Jocko Willink, ein ehemaliger Navy SEAL und Autor, behauptet, dass Disziplin Freiheit bedeutet. Indem wir Disziplin in unserem Leben etablieren, schaffen wir die Freiheit, unsere Ziele zu erreichen und die Person zu werden, die wir sein möchten.

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