13. Faste täglich im Rahmen von Intermittent Fasting mit 16/8 bis 20/4
Die Evolution ist eine der mächtigsten Naturkräfte – aber sie ist eine langsam wirkende Kraft. Es dauert Jahrtausende oder gar Jahrmillionen, bis sich evolutionäre Veränderungen abzeichnen. Ganz anders die Geschichte der menschlichen Zivilisation: Innerhalb der letzten 200 Jahre hat sich die Welt massiv verändert. Noch mehr in den letzten 20 Jahren.
Die Wahrheit ist: Die Evolution kann mit der Zivilisation nicht schritt halten. Die Zivilisation ist der Evolution enteilt! Aber: Der Körper, mit dem Du und ich ausgestattet sind, stammt noch aus alten Zeiten. Er, der Körper des homo sapiens, ist mehrere Jahrtausende alt. Und er ist an die damalige Umgebung angepasst – nicht aber, an die Umgebung von heute.
Was bedeutet das? Du und ich – wir laufen mit einem veralteten Körper durch ein Umfeld, für das er nicht gedacht ist. Das gilt natürlich auch für die Art, wie wir heute Nahrung zu uns nehmen.
Dank moderner Landwirtschaft und einer marktwirtschaftsorientierten Wirtschaftspolitik ist in der westlichen Welt Essen keine Mangelware mehr. Im Gegenteil: Es ist im Überfluss vorhanden. Tatsächlich gibt es mehr Essen als Hunger – und aus diesem Grund sind in der westlichen Welt immer mehr Menschen übergewichtig. Um das festzustellen, braucht man keinen Stein der Weisen.
Wie alles andere gehorcht auch unser Körper auf die Gesetze der Physik. Und aus der Lehre von Energie geht hervor, dass Übergewicht nicht urplötzlich entsteht. Es ist vielmehr das Resultat von einer übermäßigen Energiezufuhr: Es wurde mehr Energie (Kalorien) gegessen, als verbraucht worden ist. Die überschüssigen Energie wurde gespeichert. That’s it!
Durch die ständige Verfügbarkeit von Nahrung essen wir morgens, mittags, abends und oft auch zwischendurch – und sogar nachts. Diese hohe Frequenz der Nahrungsaufnahme ist eine sehr moderne Entwicklung. Noch bis ins Zeitalter der Industrialisierung waren mehrere Mahlzeiten am Tag nur für einen sehr kleinen Prozentsatz der Bevölkerung möglich!
Als die Evolution den menschlichen Körper formte, passte sie ihn an die Umgebung an. Und in dieser Umgebung gab es wenig Essen. Es gab keinen McDonald’s, keine Erdbeerwiese mit leckeren Früchtchen. Also formte die Evolution – im Laufe der Jahrtausende – den menschlichen Körper so, dass er auch ohne ständige Nahrungszufuhr überleben konnte. Das Ergebnis: Unser Körper ist recht gut in der Lage, lange ohne Essen auszukommen.
Fassen wir zusammen: Der menschliche Körper ist alt, die Welt in der er lebt, ist es nicht. Die moderne Welt ist von ständiger Nahrungszufuhr geprägt – die Welt, in der der Körper von der Evolution erschaffen wurde: vom Gegenteil. Könnte das ein Hinweis darauf sein, die Zeit zwischen Mahlzeiten zu verlängern – zu fasten also?
Die großen Weltreligionen – das Christentum vor Ostern, der Islam mit dem Ramadan und das Judentum mit mit dem Jom Kippur – machen vom Fasten regen Gebrauch. Vielleicht ist das nur Zufall, aber: wenn das Fasten schädlich wäre, dann wäre es wohl recht schnell ausgestorben. Tatsächlich zeigt die moderne Forschung, dass es sogar sehr gesund ist, nicht dauernd zu essen. Das Ergebnis der Forschung ist klar: Fasten ist mit nachhaltigen gesundheitlichen Vorteilen verbunden.
Vier gesundheitliche Vorteile des Fastens
1. Fasten fördert die Blutzuckerkontrolle durch Verringerung der Insulinresistenz
Mehrere Studien haben herausgefunden, dass Fasten die Blutzuckerkontrolle verbessern kann. Tatsächlich zeigte eine Studie an 10 Personen mit Typ-2-Diabetes, dass Intermittent Fasting den Blutzuckerspiegel signifikant senkt. Studie
