Physikum Vorbereitung: Lernzeit, Strategie und Zeitplan für Medizinstudierende

400–600 Stunden strukturiert planen – vom ersten Tag bis zur Prüfung

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Lukas von Hohnhorst
11. Oktober 2025 · Aktualisiert: 9. Januar 2026 · 13 Min. Lesezeit
TL;DR
Das Physikum erfordert 400–600 Stunden über 60–100 Tage. Der Kreuzplan ist entscheidend: 10.000+ Fragen mit AMBOSS oder Thieme kreuzen. Phase 1 (Tag 1–30): Grundlagen mit Endspurt-Heften. Phase 2 (Tag 31–60): Intensives Kreuzen + Schwächen beheben. Phase 3 (Tag 61–100): Endspurt mit Altexamina. Plane 5–7 Stunden/Tag, mindestens 1 freier Tag/Woche.

Das Physikum. Acht Buchstaben, die jedem Medizinstudenten Respekt einflößen. 320 Fragen an zwei Tagen. 15.000 Seiten Stoff. Die erste große Hürde auf dem Weg zum Arzt. Aber hier ist die gute Nachricht: Das Physikum ist bestehbar. Tausende schaffen es jedes Jahr – und mit der richtigen Strategie, einem realistischen Zeitplan und konsequenter Umsetzung wirst du einer von ihnen sein. In unserem Lernziel Medizin Physikum findest du einen kompakten Überblick und Schnellstart-Guide.

3D-Stethoskop und Arztdokument als Symbol für die Physikum-Vorbereitung

Das Physikum ist kein Intelligenztest. Es ist ein Ausdauertest. Wer konsequent lernt, besteht.
85–90 %
Bestehensquote beim Physikum – mit guter Vorbereitung schaffst du es

Was ist das Physikum?

Das Physikum ist der erste Abschnitt der Ärztlichen Prüfung und findet nach dem 4. vorklinischen Semester statt. Es besteht aus zwei Teilen:

Der schriftliche Teil

Am ersten Tag beantwortest du 160 Fragen zu Physiologie und Biochemie (4 Stunden). Am zweiten Tag folgen 160 Fragen zu Anatomie, Psychologie/Soziologie und weiteren Fächern (ebenfalls 4 Stunden). Alle Fragen sind im MC-Format mit einer richtigen Antwort aus 5 Optionen.

Der mündliche Teil

Du wirst in einer Gruppe von 3–4 Studierenden geprüft, in 3 Fächern: Anatomie, Physiologie und Biochemie. Je Fach hast du ca. 15–20 Minuten. Die Gesamtnote setzt sich aus dem schriftlichen Teil (50 %) und dem mündlichen Teil (50 %) zusammen.

Die Fächer

FachAnteilSchwierigkeit
Anatomie~25 %Viel Auswendiglernen
Physiologie~25 %Verständnis + Details
Biochemie~20 %Formeln + Stoffwechsel
Psychologie/Soziologie~15 %Oft unterschätzt
Weitere (Histologie, Physik)~15 %Variiert

Voraussetzungen: Was du brauchst, um anzutreten

Bevor du mit dem Lernen beginnst, musst du zur Prüfung zugelassen werden. Dafür brauchst du nach dem 4. Semester:

VoraussetzungDetails
ScheinfreiheitAlle vorklinischen Klausuren bestanden
Krankenpflegepraktikum3 Monate (vor oder während des Studiums)
Erste-Hilfe-KursAktueller Nachweis
Berufsfelderkundung1 Tag (Anforderungen variieren je nach Uni)

Die Unterlagen (Scheine, Abiturzeugnis, Geburtsurkunde) reichst du beim Landesprüfungsamt ein. Etwa 2 Wochen vor der Prüfung erhältst du die offizielle Ladung – erst dann weißt du auch, wann genau dein mündlicher Termin ist.


Wie viele Stunden brauche ich?

Die entscheidende Frage. Die Antwort: Es kommt darauf an – aber hier sind realistische Richtwerte. Einen allgemeinen Überblick zur Frage „Wie lange sollte ich für eine Klausur lernen?" findest du in unserem separaten Artikel.

Durchschnittswerte erfolgreicher Studierender

SzenarioStundenTage (à 6 h)
Minimum (knapp bestehen)300–400 h50–70 Tage
Standard (solide Note)400–500 h70–85 Tage
Optimal (gute Note)500–600 h85–100 Tage
Übertrieben700+ hOft kontraproduktiv
400–600 h
investieren die meisten erfolgreichen Physikums-Kandidaten

Beispiel-Zeitpläne

Der 100-Tage-Plan ist der empfohlene Ansatz: Du startest 100 Tage vor dem Physikum, lernst 5–6 Stunden täglich und gönnst dir einen freien Tag pro Woche. Das ergibt etwa 500 Stunden – genug Puffer für schlechte Tage oder unerwartete Schwächen.

Der 80-Tage-Plan ist intensiver und erfordert 6–7 Stunden täglich bei einem freien Tag pro Woche, was auf etwa 480 Stunden kommt. Das funktioniert, aber der Spielraum wird kleiner.

Der 60-Tage-Plan ist die Last-Minute-Variante: 7–8 Stunden täglich, kaum freie Tage, rund 420 Stunden insgesamt. Er ist machbar, aber stressig – und riskant, weil wenig Puffer für Krankheit oder Lerntief bleibt.

⚠️Warnung
Der 60-Tage-Plan ist machbar, aber riskant. Wenig Puffer für Krankheit oder schlechte Tage. Wenn möglich, starte früher.

Der Kreuzplan: Das Herzstück der Vorbereitung

„Kreuzen" – das Lösen von IMPP-Altfragen – ist DIE Lernmethode fürs Physikum. Warum? Das IMPP wiederholt sich. Wer 10.000 Fragen gekreuzt hat, kennt die Muster.

Was bedeutet „Kreuzen"?

Du löst alte Prüfungsfragen in einem Programm (AMBOSS, Thieme examen online) und bekommst sofort Feedback. Das Programm zeigt dir, ob du richtig lagst, die korrekte Lösung mit Erklärung und Verweise auf Lernmaterialien.

10.000+
Fragen solltest du bis zum Physikum gekreuzt haben
Kreuzen ist nicht Auswendiglernen von Fragen. Es ist aktives Lernen durch Anwendung und Feedback.

Genau hier liegt der Unterschied: Wer nur Zusammenfassungen liest, tappt in die Vertrautheitsfalle – der Stoff fühlt sich bekannt an, aber in der Prüfung kommt der Blackout. Erst wenn du eine Frage aktiv beantwortest, merkst du, was du wirklich weißt. Studien zeigen: Test-basiertes Lernen schlägt reines Wiederholen deutlich. Deshalb ist Kreuzen so effektiv – es ist ein Test, kein Nachlesen. Dieses Prinzip ist auch die Grundlage von Spaced Repetition mit Karteikarten, das viele Medizinstudierende erfolgreich einsetzen.

Empfohlene Kreuz-Tools

ToolStärkenKosten
AMBOSSBeste Erklärungen, gute Vernetzung~170 €/Semester
Thieme examen onlineIntegriert mit Endspurt-Heften~100 €/Semester
MeditricksEselsbrücken-Videos (Biochemie, Pharmakologie)~110 €/Jahr
Medi-Learn KreuzprogrammKostenlos, basischerKostenlos
💡Die Kombination, die funktioniert
Endspurt-Hefte (Thieme) zum Lesen und Zusammenfassen + AMBOSS zum Kreuzen. So nutzt du das Beste beider Welten.

Wie viele Fragen?

Dein Ziel: 8.000–12.000 Fragen in der Vorbereitungszeit. In der Grundlagenphase startest du mit 50–80 Fragen pro Tag, was etwa 350–500 Fragen pro Woche entspricht. In der Intensivphase steigerst du auf 100–150 Fragen täglich, also 700–1.000 pro Woche. Im Endspurt schaffst du 150–200 Fragen pro Tag, was auf 1.000–1.400 pro Woche hinausläuft.


Die 3 Phasen der Vorbereitung

Phase 1: Grundlagen legen (Tag 1–30)

Ziel: Den gesamten Stoff einmal durcharbeiten

In dieser Phase arbeitest du den gesamten Stoff systematisch durch. Die Endspurt-Hefte von Thieme sind der Klassiker – kompakt, prüfungsrelevant, gut strukturiert. Alternativ funktionieren auch Via Medici oder die Prometheus-Atlanten. Parallel zum Lesen kreuzt du bereits 50–80 Fragen pro Tag, sortiert nach dem Thema, das du gerade bearbeitest. So merkst du sofort, ob du den Stoff wirklich verstanden hast. Manche erstellen zusätzlich eigene Zusammenfassungen – das kann helfen, ist aber optional und zeitintensiv.

Bei der Fächerverteilung hat sich folgende Aufteilung bewährt: Anatomie bekommt mit etwa 10 Tagen den größten Block – hier gibt es schlicht am meisten auswendig zu lernen. Physiologie folgt mit 8 Tagen, Biochemie mit 7 Tagen. Die restlichen 5 Tage gehen an Psychologie/Soziologie und die kleineren Fächer.

⚠️Fehler in Phase 1
Zu lange bei einem Fach bleiben. Wenn du 3 Wochen nur Anatomie machst, hast du Biochemie vergessen, wenn du dort ankommst. Rotation ist besser.

Phase 2: Kreuzen intensivieren (Tag 31–60)

Ziel: Wissen festigen, Schwächen identifizieren

Jetzt verschiebt sich der Fokus: Statt Lesen steht Kreuzen im Mittelpunkt. Du steigerst auf 100–150 Fragen täglich und arbeitest die Themen nach, bei denen deine Quote unter 60 % liegt. Das Kreuzprogramm zeigt dir gnadenlos, wo die Lücken sind – nutze das. Gleichzeitig beginnst du, erste Altexamina im Prüfungsmodus zu lösen: 160 Fragen am Stück, mit Timer, ohne Unterbrechung. Das trainiert nicht nur Wissen, sondern auch Ausdauer und Zeitgefühl.

Typischer Tag:

ZeitAktivität
8:00–10:00Kreuzen (80 Fragen)
10:30–12:00Schwächen nacharbeiten
14:00–16:00Kreuzen (80 Fragen)
16:30–18:00Wiederholung/Karteikarten

Phase 3: Endspurt (Tag 61–100)

Ziel: Prüfungssimulation, letzte Lücken schließen

Jetzt wird es ernst. Du löst Altexamina unter Prüfungsbedingungen: 4 Stunden am Stück, 160 Fragen, keine Unterbrechung. Mindestens 3–5 komplette Altexamina solltest du so durcharbeiten. Parallel dazu wiederholst du gezielt deine häufigsten Fehler – hier liegt das Potenzial für die letzten Prozentpunkte.

75–80 %
sollte deine Kreuzquote in den letzten Altexamina sein

Die letzten 3 Tage erfordern besondere Disziplin. Tag -3 gehört dem letzten Altexamen und den hartnäckigsten Schwächen. Tag -2 ist reine Wiederholung – kein neuer Stoff mehr, das würde nur verwirren. Tag -1 leichte Wiederholung am Vormittag, früh aufhören und ausruhen. Der Schlaf vor der Prüfung ist wichtiger als die letzten Karteikarten.

Du bist bereit, wenn...
...du 3–5 Altexamina mit 70–80 % gelöst hast. Dann hast du ausreichend Puffer zur Bestehensgrenze (~60 %).

Am Prüfungstag

Pflicht-Ausstattung:

  • Die Ladung (der offizielle Brief vom Landesprüfungsamt)
  • Personalausweis oder Reisepass
  • Bleistifte in HB, 2B oder B (je nach Bundesland)
  • Radiergummi und Spitzer

Empfohlen:

  • Wasser und Snacks (Traubenzucker, Schokolade)
  • Ibuprofen für den Notfall
  • Kaugummi (hält wach, hilft bei der Konzentration)
320
Fragen in 2 Tagen – 160 Fragen pro Tag in 4 Stunden

Nach der Prüfung veröffentlicht MediLearn noch am selben Tag Lösungsvorschläge – du kannst mit deinem Fragebogen vergleichen und dir ein erstes Bild machen. Die offiziellen Ergebnisse kommen einige Wochen später per Post.


Typischer Tagesablauf

Der ideale Physikums-Tag

ZeitAktivitätDauer
7:00Aufstehen, Frühstück30 min
7:30–8:00Karteikarten/Wiederholung30 min
8:00–10:00Lernblock 1 (Kreuzen)2 h
10:00–10:30Pause (Bewegung!)30 min
10:30–12:30Lernblock 2 (Theorie/Schwächen)2 h
12:30–14:00Mittagessen + Erholung1,5 h
14:00–16:00Lernblock 3 (Kreuzen)2 h
16:00–16:30Pause30 min
16:30–18:00Lernblock 4 (Wiederholung)1,5 h
18:00+Feierabend

Gesamt: ~6–7 Stunden effektive Lernzeit

6 fokussierte Stunden schlagen 10 abgelenkte. Qualität vor Quantität.

Der freie Tag

Mindestens 1 Tag pro Woche komplett frei. Das ist nicht Luxus – das ist notwendig für mentale Regeneration, Gedächtniskonsolidierung und langfristige Motivation. Dein Gehirn braucht Zeit, um das Gelernte zu verarbeiten und in das Langzeitgedächtnis zu überführen. Wer 7 Tage die Woche durchackert, riskiert nicht nur Burnout, sondern auch schlechtere Lernresultate.

Pausen sind keine verlorene Lernzeit – sie sind Teil des Lernens.

Lernmaterialien im Überblick

Pflicht

MaterialWofürKosten
Kreuzprogramm (AMBOSS/Thieme)Kreuzen100–170 €
Endspurt-Hefte oder Via MediciTheorie kompakt150–200 €

Empfohlen

MaterialWofürKosten
Via MediciOnline-LehrbuchIm AMBOSS enthalten
Prometheus Anatomie-AtlasAnatomie-Details~100 € (oft in Bib)
Taschenatlas PhysiologieSchnelles Nachschlagen~35 €
Smartmedix-LernkartenIdeal für mündliche Prüfung~50 €

Optional

MaterialWofür
Anki-DecksSpaced Repetition für Fakten
YouTube (Ninja Nerd, Lecturio)Erklärvideos für schwierige Themen
LerngruppeGegenseitiges Abfragen
⚠️Die Material-Falle
Mehr Materialien sind nicht besser. 80 % der Studierenden kommen mit Endspurt + AMBOSS aus. Fang nicht an, 10 verschiedene Bücher zu sammeln – nutze wenige konsequent.

Das mündliche Physikum

Der mündliche Teil wird oft unterschätzt, zählt aber 50 % der Gesamtnote.

Ablauf

Du wirst in einer Gruppe von 3–4 Studierenden gemeinsam geprüft. Die Fächer sind Anatomie, Physiologie und Biochemie, mit je Prüfer ca. 15–20 Minuten. Die Fragen sind oft praktischer als im schriftlichen Teil.

Vorbereitung

Die Vorbereitung auf die mündliche Prüfung beginnt bereits Wochen vorher – nicht erst nach dem schriftlichen Teil. Informiere dich frühzeitig über deine Prüfer: Welche Themen fragen sie besonders gern? Welchen Stil haben sie – eher entspannt oder fordernd? Ältere Semester sind hier die beste Quelle. Frag gezielt nach, welche Erfahrungen sie gemacht haben.

Ein unterschätzter Punkt: Übe das laute Erklären von Konzepten. Viele Studierende scheitern in der mündlichen Prüfung nicht am Wissen, sondern an der Formulierung. Sie wissen die Antwort, können sie aber nicht verständlich aussprechen. Erkläre deiner Lerngruppe, deinem Spiegel oder deinem Haustier, wie der Citratzyklus funktioniert – bis es sitzt.

In der Prüfung selbst zählt vor allem eines: Ruhe ausstrahlen, auch wenn du sie nicht fühlst. Wenn du eine Frage nicht beantworten kannst, sag das ehrlich – und spekuliere dann laut weiter. Prüfer honorieren Denkprozesse, selbst wenn das Ergebnis nicht perfekt ist. Biete Zeichnungen an, wenn es zum Thema passt: Eine Skizze des Herzens oder ein Stoffwechselweg auf Papier zeigt Verständnis und verschafft dir Zeit zum Nachdenken. Und lass dich nicht verunsichern, wenn andere in deiner Gruppe souveräner wirken – du siehst ihre Nervosität nicht, sie deine auch nicht.

Altprotokolle: Der Schlüssel zur Mündlichen

Für die mündliche Vorbereitung sind Altprotokolle Gold wert. Sie zeigen dir, welche Themen deine Prüfer bevorzugen und wie sie fragen. Die Fachschaft oder der StuRaMed deiner Uni sammelt oft Protokolle vergangener Prüfungen – frag dort als Erstes. Auch ältere Semester haben meist noch ihre Unterlagen und teilen sie gern. An manchen Unis helfen zudem MediLearn- oder DÄF-Berater bei der Beschaffung.

Wenn ausreichend Protokolle vorliegen, erkennst du Muster: Prüfer A fragt immer nach dem Brachialplexus, Prüfer B liebt den Citratzyklus. Diese Vorbereitung ist keine Mogelei – sie ist effizientes Lernen. Du sparst Zeit und gehst mit mehr Sicherheit in die Prüfung.

💡Der goldene Tipp
Prüfer wollen, dass du bestehst. Sie suchen nicht nach Fehlern, sondern nach Wissen. Zeig, was du weißt – nicht, was du nicht weißt.

Mental Health: Burnout vermeiden

Die Physikums-Vorbereitung ist ein Marathon. Ohne Selbstfürsorge hältst du nicht durch.

Warnsignale

Burnout kommt schleichend – nicht als plötzlicher Zusammenbruch, sondern als langsames Ausbrennen über Wochen. Die Warnsignale sind oft subtil, und viele ignorieren sie zu lange.

Achte auf Dauermüdigkeit, die auch nach ausreichend Schlaf nicht verschwindet. Auf Konzentrationsprobleme, die sich nicht durch mehr Kaffee lösen lassen. Auf Reizbarkeit gegenüber Menschen, die dir eigentlich wichtig sind – oder plötzliche Weinkrämpfe ohne erkennbaren Auslöser. Ein besonders tückisches Zeichen: Das Gefühl, nichts mehr zu behalten, obwohl du stundenlang lernst. Dein Gehirn ist überlastet und hat aufgehört, effektiv zu speichern.

Das deutlichste Warnsignal ist die Angst vor dem Öffnen der Lernmaterialien – ein Widerwillen, der sich körperlich anfühlt. Wenn du morgens vor dem Schreibtisch sitzt und dein Körper sich weigert, AMBOSS zu öffnen, ist das kein Zeichen von Faulheit. Es ist ein Alarmsignal.

20–30 %
der Medizinstudierenden berichten von Burnout-Symptomen vor dem Physikum

Gegenmaßnahmen

Prävention ist besser als Behandlung – und die beginnt am ersten Lerntag, nicht erst wenn die Erschöpfung einsetzt.

Der feste freie Tag ist nicht verhandelbar. Er ist deine Hauptwaffe gegen Burnout, dein Reset-Knopf für die Psyche. Wer ihn opfert, um „mehr zu schaffen", zahlt später doppelt. Genauso wichtig: tägliche Bewegung. 30 Minuten reichen – ein Spaziergang, eine Joggingrunde, eine Yoga-Session. Dein Gehirn braucht die Durchblutung, dein Körper die Abwechslung vom Sitzen.

Soziale Kontakte solltest du nicht komplett abbrechen, auch wenn es verlockend scheint. Ein Abendessen mit Freunden ist keine verschwendete Zeit – es ist psychische Hygiene. Und Schlaf? Mindestens 7 Stunden, ebenfalls nicht verhandelbar. Dein Gedächtnis konsolidiert im Schlaf; wer weniger schläft, lernt schlechter.

Schließlich: Behalte die Perspektive. Das Physikum ist wichtig, aber es ist nicht alles. Es ist eine Prüfung, kein Lebensurteil. Tausende haben sie bestanden, tausende werden sie bestehen – und du wirst einer von ihnen sein.

Niemand liegt auf dem Sterbebett und denkt: „Ich hätte mehr für das Physikum lernen sollen."

Psychologische Beratung

ℹ️Hilfe holen ist Stärke
Jede medizinische Fakultät bietet psychologische Beratung. Wenn du merkst, dass du nicht mehr kannst: Nutze sie. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Selbstreflexion.

Wie Athenify bei der Physikums-Vorbereitung hilft

100 Tage konsequent lernen – das ist eine Herausforderung. Mit einer App zur Klausurvorbereitung wie Athenify behältst du den Überblick und bleibst dran.

Die 100-Tage-Streak

Die Streak-Funktion zählt deine aufeinanderfolgenden Lerntage. Bei 100 Tagen Vorbereitung ist eine 100-Tage-Streak das ultimative Ziel. Der Gedanke, eine 50-Tage-Serie zu verlieren, ist mächtige Motivation – das nutzt den „Don't break the chain"-Effekt, den Jerry Seinfeld für tägliches Schreiben entwickelte.

Fächer-Tracking

Erstelle Kategorien für jedes Fach: Anatomie, Physiologie, Biochemie, Psych/Soz und Kreuzen (allgemein). Das Dashboard zeigt dir, ob du alle Fächer ausgewogen behandelst. Viele merken erst durch das Tracking, dass sie ein Fach vernachlässigen – bevor es zu spät ist.

Tägliche Ziele und Wochen-Reflexion

Setze dein tägliches Stundenziel auf 5–7 Stunden. Der Aktienkurs zeigt dir auf einen Blick, ob du auf Kurs bist. Jeden Sonntag nimmst du dir dann 10 Minuten für die Wochen-Reflexion: Vergleiche geplante vs. tatsächliche Stunden und passe die nächste Woche entsprechend an. Diese Feedback-Schleife macht den Unterschied zwischen blindem Lernen und strategischer Vorbereitung.

100 Tage
Streak ist das Ziel – Athenify hilft dir, dranzubleiben

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Fazit: Du schaffst das

Das Physikum ist hart – aber machbar. Mit 400–600 Stunden strukturierter Vorbereitung, konsequentem Kreuzen und einer gesunden Balance wirst du bestehen.

Die wichtigsten Takeaways:

  1. Plane 100 Tage mit Puffer für schlechte Tage
  2. Kreuzen ist King – 8.000–12.000 Fragen bis zur Prüfung
  3. Arbeite in 3 Phasen: Grundlagen, Intensiv, Endspurt
  4. Lerne 5–7 Stunden pro Tag, mehr ist kontraproduktiv
  5. Nimm mindestens 1 freien Tag pro Woche, um Burnout zu vermeiden
  6. Tracke deine Zeit – Athenify gibt dir die Kontrolle und den Überblick, den du brauchst
In 100 Tagen ist es vorbei. Gib jetzt alles – dann hast du es hinter dir.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Stunden brauche ich für die Physikums-Vorbereitung?

Die meisten erfolgreichen Studierenden investieren 400–600 Stunden über 2–3 Monate. Bei 5–6 Stunden pro Tag sind das 80–100 Lerntage. Weniger als 350 Stunden ist riskant, mehr als 700 bringt kaum zusätzlichen Nutzen.

Was ist eine gute Kreuzquote für das Physikum?

70 % ist die Mindestmarke für ein gutes Gefühl. 75–80 % in den letzten Altexamina ist ideal. Die tatsächliche Bestehensgrenze lag zuletzt bei etwa 60 % – aber plane Puffer ein.

AMBOSS oder Thieme Endspurt – was ist besser?

AMBOSS hat bessere Erklärungen und Vernetzung, Thieme ist strukturierter als Begleit-Lehrbuch. Die meisten nutzen beide: Endspurt zum Lesen, AMBOSS zum Kreuzen. Wichtiger als die Wahl ist die konsequente Nutzung.

Wie läuft das mündliche Physikum ab?

2 Tage nach dem schriftlichen Teil, 3–4 Studierende pro Gruppe, 3 Fächer (Anatomie, Physiologie, Biochemie). Jedes Fach ca. 15 Minuten. Die Prüfer variieren stark – informiere dich bei Kommilitonen über Vorlieben und Stil.

Kann ich das Physikum schieben?

Ja, du kannst zum nächsten Termin (6 Monate später) antreten. Aber: Ein Semester Verzögerung hat Konsequenzen für den Studienverlauf. Schieben ist eine Option, sollte aber gut überlegt sein.

Über den Autor

Lukas von Hohnhorst

Lukas von Hohnhorst

Gründer von Athenify

Seit meinem 3. Semester tracke ich jede Lerneinheit – damals noch in Excel. Dank dieser Daten schrieb ich meine Master-Thesis vom Maidan in Kiew, aus dem Starbucks in Bukarest und einem Airbnb in Warschau.

In meiner Thesis brachte ich mir das Programmieren bei. Daraus entstand Athenify: 2020 gelauncht, seitdem kontinuierlich weiterentwickelt – heute mit über 30.000 Nutzern in 60+ Ländern. Außerdem habe ich das Buch "The HabitSystem" über Gewohnheiten geschrieben.

Dabei fließen 10+ Jahre Tracking-Erfahrung und 5+ Jahre Softwareentwicklung in die Entwicklung von Athenify ein. Als Software Product Owner, ehemaliger Bain-Berater und Mannheim-Absolvent (Top 2 %) weiß ich, was Studierende brauchen – ich war selbst Tutor an der Uni.

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